Jeden Tag ein Ei und Ostern auch mal drei

Hast du dich nicht auch schon mal gefragt, warum zu Ostern das Ei so populär ist?
Vom Hasen allein kann es schließlich nicht kommen oder hab ich im Biounterricht irgendetwas verpasst…
Gegoogelt. Gefunden. Wie vermutet symbolisiert das Ei in vielen Kulturen die Fruchtbarkeit, neues Leben und nicht zuletzt auch die Auferstehung Jesus Christus. Die Christen haben das Oval jedoch erst lange nach den Ägyptern, Römern und Griechen als heiliges Symbol aufgenommen. Hier wurde das Ei schon wesentlich früher als Grabbeigabe genutzt, in der Hoffnung, dass der Verschollene neue Energie schöpft und zum Leben erwacht.

Warum ist hier alles so bunt?

DAMALS, so Anfang des 17. Jahrhunderts, wurden die Eier an Ostern vorwiegend rot gefärbt, um nicht nur die Auferstehung, sondern auch das Leiden Christi zu verdeutlichen. Die Fastenzeit vor Ostern führte zu einem regelrechten Eierüberschuss, weshalb man die sogenannten Kareier entweder verspeiste, verschenkte oder sie als Zahlungsmittel (Zinsei) einsetzte, um sich von Altlasten zu befreien.

Aber warum dieses ganze Versteckspiel?

 Zu dieser Frage findet selbst Google keine eindeutige Antwort. Recht glaubwürdig und sympathisch scheint mir jedoch, dass die Farbe rot irgendwann zu langweilig war. Um auch die ganze Familie mit dem Eierfieber zu infizieren, wurden die Eier bunte gefärbt. Damit sahen sie frischer aus und auch die Kinder fanden ihren Spaß daran, die selbst im Schnee nun gut sichtbaren Eier zu suchen. Nun ja, nicht das Gelbe vom Ei, aber immerhin eine schöne, bunte Familientherapie ;).

Das Ei im Solbad

 Ok, da ich – ob nun Fastenzeit oder nicht – nahezu täglich zu meinem Spiegelei, Rührei, Hauptsache Frühstücksei greife, interessiert mich jetzt auch noch der Brauch der Soleier, die ja in einigen Regionen Deutschlands gerade auch an Ostern zu Hauf verspeist werden. Tradition aus Omas Familienkochbuch oder heiliges Ritual?
Weder noch. Dieser Brauch stammt aus der Kneipenkultur des Ruhrpotts und Berlin, um Nachteulen auch noch zur später Stunde eine vollwertigen Happen bieten zu können.
Na dann, Prost, Mahlzeit und Frohe Ostern.

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Hej! Schön, dass du diesen Artikel liest. Kurz zu mir: Ich bin begeisterte Hobbyköchin, Beraterin für Digitale Kommunikation und Bloggerin aus Köln. In diesem Foodblog findest du Koch- und Backideen, Gastro-Tipps sowie Rezensionen zu Magazinen, Büchern und Applikationen rund ums Thema Ernährung. Viel Spaß beim Lesen, Kochen und Backen und guten Appetit.

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